Hunde - Seite 3


Für Geseker, Erwitter, Lippstädter, Rüthener und Bürener Bürger sind Hunde aus dem Tierheim Lippstadt nach Vermittlung durch das Tierheim für 3 Jahre von der Hundesteuer befreit. Davon ausgenommen sind in Lippstadt und Rüthen Hunde der Anlage 1 der Landeshundeverordnung Nordrhein Westfalen. Als Nachweis muss bei der Anmeldung der Übernahmevertrag vorgelegt werden.

Grobi
sportlicher Senior sucht Familie ohne Kleinkinder - und wird immer übersehen...

Im Tierheim seit 12.11.2007
Abgabehund aus Lippetal, mittelgroßer Mischlingsrüde; geb. 1999, kastriert;

Grobi wurde uns übereignet, da ihm Kinder absoluten Stress bereiten. Daher war er in der letzten Zeit fast immer in einem separaten Zimmer isoliert. Eine Dauerlösung sollte dies nicht sein. Er stand zunächst einige Zeit auf unsere Seite "Hunde von Privat" - jedoch hatte er leider nicht das Glück, darüber ein neues Zuhause zu finden.
Angabegemäß ist Grobi mit Hündinnen verträglich, kann einige Stunden allein bleiben, ist erzogen und stubenrein. Im Auto fährt er gern mit. Da er sehr stark ausgeprägten Jagdtrieb hat, sollte Grobi nicht in einen Haushalt mit Katzen oder Kleintieren vermittelt werden.
Kleine Kinder sollten nicht in seinem neuen Zuhause nicht sein - Jugendliche, die den Umgang mit Hunden bereits gewohnt sind, und erkennen, wann ein Hund lieber seine Ruhe möchte, oder wann er möglicherweise genervt ist, wären vermutlich ok.
Da Grobi manchmal etwas eigenwillig sein kann, suchen wir für ihn hundeerfahrene Menschen, bei denen er wieder voll ins Familienrudel integriert wird.
Mit Grobi wird die Teilnahme bei einer Mischlingsschau interessant, denn man kann bei ihm sehr viel spekulieren, welche Rassen eventuell in ihm stecken... (Münsterländer? Collie? Husky? ... - schade, dass er es uns nicht verraten kann ;o) ) Auf jeden Fall hat er viel Charme - und es gibt "den bunten Hund" so schnell kein zweites Mal.

Ach ja... Der Grobi zerlegt gern unterwegs seine Leine (er liebt es, darauf herumzukauen - das ist eine "Macke" von ihm...), wenn der Spaziergang nicht interessant genug ist. Daran muss noch ein wenig gearbeitet werden. Oft hilft aber auch ein kleines Spielzeug, das er immer mit sich herumtragen kann :o). Er ist ein witziger, sportlicher Rüde - ein "bunter Hund" halt - und wir verstehen gar nicht, dass er immer übersehen wird...
Übrigens:
Grobi war am 7.6.2009 in "Tiere suchen ein Zuhause" zu sehen, leider hat sich keiner für ihn interessiert.


Daisy

Im Tierheim seit 29.5.2007
Abgabehündin wg. Überforderung, Hund hat geschnappt), Deutsche Schäferhündin, geb. 5/2003, kastriert;

Für Daisy suchen wir hundeerfahrene Menschen, die sich darüber im Klaren sind, dass sie mit ihr eine wirkliche (aber nicht unmögliche) Herausforderung eingehen. Sie ist innerhalb der Familie ein Schatz, hat aber einen enormen Schutztrieb - sie kann allein bleiben und ist stubenrein. In ihrer Familie hat einmal nach einem anderen Hund geschnappt und leider mehrfach nach fremden Menschen.
Die bisherigen Halter haben sich viel Mühe mit ihr gegeben, aber letztendlich dem Verantwortungsdruck nicht mehr standgehalten und sie in unsere Obhut gegeben. Daisy ist damals vom Amtstierarzt begutachtet worden und muss beim Gassigehen einen Maulkorb tragen sowie an der Leine bleiben. Sie wird auf jeden Fall mit ihren neuen Menschen wieder eine gute Hundeschule besuchen müssen, kann aber durch einen Wesenstest evtl. wieder vom Maulkorb befreit werden).

Für drei Monate war Daisy im Frühjahr 2007 vermittelt, doch leider haben ihre Menschen sie nicht konsequent mit Maulkorb und Leine geführt, so dass Daisy der Versuchung, ihre Familie zu schützen, einfach nicht widerstehen konnte. Pech für Daisy, dabei hatte sie es nur gut gemeint. Wäre sie konsequent mit Maulkorb ausgeführt worden...
Wie gesagt, Daisy ist eine Herausforderung - aber es besteht durchaus Hoffnung :o) !
Wo also sind die Menschen, die sich zutrauen, Daisy sanft und konsequent klar zu machen, dass die Rudelführung beim Zweibeiner liegt - und die Menschen auf Daisy aufpassen und nicht umgekehrt?

Nachtrag Mai 2011: Daisy musste eine OP über sich ergehen lassen. Weitere Infos hier...


Nelson

Im Tierheim seit 15.5.2007
Fundhund aus Rüthen, Rottweiler, Rüde, seit Dezember 2007 kastriert;

Nelson wurde bereits am 8. Mai 2007 in Rüthen-Kallenhardt gefunden und erst einige Tage beim Bauhof der Stadt Rüthen untergebracht.
Leider konnten bei ihm weder Microchip (den müsste er normalerweise haben!) noch Tätowierung festgestellt werden.
Am 5. Juni 2007 erreichte uns eine Suchmeldung (siehe unter "vermisst"). Seit dem 6. Mai wurde ein unkupierter Rottweiler vermisst, der in Anröchte entlaufen ist. Hund und Halter kamen nicht von hier, daher kannte sich der Halter mit den örtlichen Gegebenheiten der Tierheime hier auch nicht aus. Die Beschreibung des Rüden passte und wir nahmen Kontakt Kontakt auf. Und von Anröchte nach Rüthen ist es durch die Felder auch nicht wirklich weit. Es wäre zu schön gewesen, wenn Nelson der vermisste "Mitch" gewesen wäre...
Der vermeintliche Halter hatte uns zugesagt, am 8.6. nach Lippstadt zu kommen....
... aber: er kam nicht! Am 10.6. - bei nochmaliger telefonischer Nachfrage - erfuhren wir, dass "Mitch" wieder aufgetaucht sein sollte. Angeblich war er vier Wochen lang lang bei einem Hundehalter in Anröchte. Dieser soll ihn aufgegriffen und zu sich genommen haben - jedoch war der "zugelaufene Rottweiler" auch nicht bei uns als "zugelaufen" gemeldet (?!). Die gesamte Geschichte ist etwas seltsam und hat nach unserem Gefühl einen komischen Beigeschmack. Aber egal - jetzt heißt es für Nelson: Blick in die Zukunft - und nicht zurück zu einem Menschen, der ihn offensichtlich nicht mehr wollte, denn zwei solche Zufälle sind mehr als "zufällig"...

Nelson hat eine feste Patin, die an den Wochenenden mit ihm arbeitet und läuft während der Woche seit längerem in der Mittagszeit mit einer der Tierpflegerinnen. Sie kann inzwischen über ihn sagen, dass er sehr gut auf Korrekturhilfen an der Leine anspricht. Er ist aufmerksam und stört sich immer weniger an entgegenkommenden Hunden. Gut ist, wenn man an der Leine direkte Konfrontationen meidet und den stattlichen Rüden stattdessen ablenkt oder einen Schlenker mit ihm läuft. Inzwischen läuft er an der Leine gut in einer gemischten Hundegruppe. Vor LKWs und Motorradern hat er Angst, man merkt, dass ihm diese Begegnungen unangenehm sind.
Nelson hat Jagdtrieb, der sich zeigt, wenn vor ihm Wildtiere auffliegen oder plötzlich ein Kaninchen über den Weg läuft. Man sollte sehr aufmerksam mit ihm Gassi gehen.
Er braucht hundeerfahrene Menschen, ohne Kinder (nicht, weil er sie nicht mag - sondern aufgrund seiner Charaktereigenschaften). Er muss gehungert haben, denn er ist in seinem Zwinger extrem futterneidisch. "Unterwegs" hat er jedoch schon gelernt, Leckerchen neben einer anderen Hündin zu nehmen. Völlig begeistert ist er von Suchspielen: er zeigt die Leckerchen an, setzt sich hin und man kann es aufnehmen und ihm dann vorsichtig geben. Hier macht Nelson super Fortschritte.
Der Rüde fixiert sich sehr auf eine Person und ist sehr wachsam und teils eifersüchtig. Seine Familie sollte nicht zu viele Personen umfassen sondern es sollte ein ruhiger Haushalt sein.
Mit "lauten" Erziehungsmethoden kommt man bei Nelson gar nicht weiter, dann stellt er auf "stur". Für ihn braucht es eine souveräne, ruhige und konsequente Führung - er darf gar nicht erst auf die Idee kommen, die Rudelleitung zu übernehmen.

[Home]